Was ihre Quellen betrifft, so muß hauptsächlich zwischen den schriftlich niedergelegten und den ungeschriebenen Religionen unterschieden werden. Aber egal ob es sich um mündlich überlieferte Mythologien der Kulturen ohne Schrift handelt, um die hochschematisierte theologische Dogmatik der kanonischen Texte der "Buchreligionen" oder den Korpus der religiösen Philosophien ­ sie alle weisen diese Dimension der Religion auf. Sie wurde oft in kurz formulierten "Glaubensbekenntnissen" ausgedrückt, die von den Anhängern in den missionarischen Tätigkeiten solcher bewußt missionarischen Religionen wie insbesondere dem Christentum, dem Islam und dem Buddhismus öffentlich bekannt wurden.

2. Die affektive oder emotionale Ebene bezieht sich auf religiöse Gefühle, Einstellungen und Erfahrungen. Der Mensch fühlt normalerweise, daß er von etwas Übernatürlichem abhängig ist und fühlt sich diesem gleichzeitig verbunden. Eine religiöse Erfahrung ist ein Zustand des Zusammenwirkens des Natürlichen und des Übernatürlichen, ein Zustand, in dem eine religiöse Person oder eine durch ihn arbeitende Tradition eine Begegnung mit einer der übernatürlichen Figuren oder Kräfte aktualisiert, die seinen/ihren religiösen Glauben beherrschen.
 

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