Die Kosmologie: Das Übernatürliche in Scientology

Der Gründer, L. Ron Hubbard (1911-1986), erneuert die These der Geistwesen, die gleichsam das Ur-Ich darstellen. Er macht geltend, daß es vor der Geburt des Universums geistige Wesen gab, die er Thetans nennt. Diese Thetans waren immaterielle, masselose Wesen ohne zeitliche Begrenzungen; sie nahmen keinen Raum ein und waren allwissend, allmächtig, unzerstörbar, unsterblich und in der Lage, alles zu erschaffen. Zusammen mit dem "Höchsten Wesen" erschufen diese immateriellen Wesen das Universum. Dabei wurden sie in ihrer eigenen Falle gefangen und blieben in ihrer eigenen Schöpfung (insbesondere dem Menschen) festgefahren, d. h. in Materie, Energie, Raum und Zeit (engl. MEST = das physikalische Universum). Sie vergaßen sogar, daß sie selbst die Schöpfer waren. Dadurch verloren sie ihre Kraft und ihre Allwissenheit und wurden zu verwundbaren menschlichen Wesen. Seit dieser Zeit kehren sie nun immer wieder zurück und leben in jedem Leben in anderen Körpern. Die Thetans haben heute ihre wahre spirituelle Identität vergessen und glauben, daß sie menschliche Körper sind. Der Mensch hat somit einen geistigen Ursprung und setzt sich aus Körper, Verstand und Thetan zusammen.

Hier handelt es sich um eine gnostische Version vom Fall des vollkommenen Menschen in die Unvollkommenheit, eine Transposition griechischen Dramas, in dem die Götter sich in die Angelegenheiten der Menschen einmischen und sich darin verstricken.

Die Aufeinanderfolge von Leben muß durch eine Befreiung beendet werden. Scientology will den Menschen nahe an den Zustand des ursprünglichen Thetans heranbringen.
 

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