III.I. DIE PRAKTISCHE UND RITUELLE DIMENSION

Religionen haben meistens besondere Praktiken oder Bräuche, die Menschen ausüben. Die Art dieser Bräuche ist sehr unterschiedlich und kann Aktivitäten wie Gottesdienst, Predigten, Gebete, Meditationen, Beichten, Opfer, Kollekten, Feiern und andere heilige Zeremonien miteinschließen. Manchmal sind diese Bräuche sehr umfangreich ausgestaltet und öffentlich sichtbar, wie in der Abendmahlsliturgie der östlichen Orthodoxen Kirche oder in den heiligen Zeremonien der Religionen australischer Ureinwohner. Manchmal sind sie weit weniger ausgestaltet und öffentlich kaum sichtbar, wie in den Formen der Meditationen, die im Buddhismus ausgeübt werden, oder im privaten Gebet, das Teil verschiedener religiöser Traditionen ist. Wenn man das Wort „Ritual" gebraucht, um diese Aktivitäten zu beschreiben, so bedeutet das nicht unbedingt, daß diese Praktiken eine genau vorgeschriebene Form annehmen oder daß Menschen diese Aktivitäten aus reiner Gewohnheit ausüben. Viele Ritualformen haben sowohl einen äußeren (oder sichtbaren) wie auch einen inneren (oder unsichtbaren) Aspekt.
 
 

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