Geschichten wie diese bilden die erzählerische oder mythische Dimension der Scientology. Der Glaube an frühere Leben hat einige Parallelen mit der Lehre von der Reinkarnation im Hinduismus und im Buddhismus, auch wenn Scientologen diesen Begriff im allgemeinen nicht benutzen, um ihren Glauben zu beschreiben. Ein neues offizielles Nachschlagewerk der Scientology sagt:

Heute haben viele Menschen in Scientology die Gewißheit, daß sie vor diesem Leben bereits andere gelebt haben. Sie werden frühere Leben genannt, nicht Reinkarnation. Es steht dem einzelnen frei, daran zu glauben oder nicht. Frühere Leben sind in Scientology kein Dogma, aber im allgemeinen erleben Scientologen im Auditing frühere Leben und wissen dann, daß sie schon einmal gelebt haben (Was ist Scientology?, Seiten 546-547).

Eine starke Betonung der erzählerischen oder mythischen Dimension der Scientology liegt also auf den Aktivitäten und Erfahrungen des Thetans aus vergangenen Zeiten, ganz gleich ob dies nun mit der Schöpfung von Materie, Energie, Raum und Zeit oder mit wichtigen Erlebnissen zu tun hat, von denen angenommen wird, daß sie den Thetan in diesem Leben oder in einem früheren Leben beeinflußt haben. Ein weiterer Aspekt der erzählerischen Dimension ist die Darstellung der Lebensgeschichte L. Ron Hubbards als maßgebliche Quelle der Lehren und Praktiken von Scientology, die in verschiedenen Scientology-Schriften gegeben wird.
 
 

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