Jede Definition Gottes muß zwangsläufig subjektiv sein, und wir versuchen nicht, Gott als eine Realtität für alle zu definieren. Es wäre theoretisch nur möglich, sich Gottes in allen Handlungen und Äußerungen völlig bewußt zu sein, wenn man spirituell fortgeschritten wäre. (Hintergründe und Zeremonien der Scientology Kirche, Seite 22).
Die Idee eines Gottes als oberstem Beweger wird auch an anderer Stelle in dieser Schrift noch einmal ausgesprochen, wenn Bezug genommen wird auf „den Schöpfer oder das Höchste Wesen" (Seite 10), dem „Urheber des Universums" (Seite 27) und „dem Verhältnis des Menschen zu seinem Schöpfer" (Seite 16).
Zusammenfassend kann man sagen, daß Scientology zwar die Existenz Gottes, des Höchsten Wesens, bejaht, aber kein Dogma darüber hat, in welcher Form dieser Gott existiert. Trotzdem glauben die Scientologen, daß durch den spirituellen Fortschritt, den man in Scientology macht, jeder die achte oder Gott-Dynamik erreichen kann, und daß dann die wahre Natur Gottes jedem subjektiv offenbart werden wird.
Scientology ist also in bestimmter Weise Religionen wie
dem Buddhismus oder Unitarismus verwandt, die vorsichtig damit sind, dogmatische
Definitionen oder Beschreibungen von Gott zu geben. Scientology kennt keine
Anbetung Gottes im hergebrachten westlichen Sinn. Scientologen streben
eher wie viele östliche Religionen nach persönlichem, spirituellem
Bewußtsein oder nach Erleuchtung. Wie im nächsten Abschnitt
noch deutlich gemacht werden wird, gibt es auch andere Aspekte, in denen
Scientology den großen Religionen des Ostens näher steht als
denen des Westens.