IV.I. DIE DOKTRINÄRE UND PHILOSOPHISCHE DIMENSION

Das Scientology-Handbuch (Seite i) sagt: „Die wesentlichen Lehrsätze der Scientology sind folgende: Sie sind ein unsterbliches geistiges Wesen. Ihre Erfahrung reicht weit über ein einziges Leben hinaus. Und Ihre Fähigkeiten sind unbegrenzt, selbst wenn Sie sich gegenwärtig keine Vorstellung davon machen."

Mit diesen Worten postuliert Scientology die Existenz einer Wesenheit, die signifikante Ähnlichkeit mit dem hat, was in verschiedenen anderen Religionen als Seele oder Geist bezeichnet wird. Um Verwechslungen mit der herkömmlichen Vorstellung von Seele zu vermeiden, nennt Scientology dieses Wesen Thetan, nach dem griechischen Buchstaben theta (*), einem Symbol für Gedanke oder Leben. Der Thetan ist nicht ein Ding, er ist auch nicht der Verstand. Er ist der Schöpfer der Dinge. Er ist die Person selbst ­ die fortdauernde Identität, die das Individuum ist. Vom Thetan wird gesagt, daß er unsterblich sei und fähig, alles zu erreichen, einschließlich der Erschaffung von Materie, Energie, Raum und Zeit (The Scientology Handbook, Seite xxiii; Scientology: The Fundamentals of Thought, Seite 75).

Die Lehren der Scientology besagen:

Gewöhnlich nimmt der Thetan den Raum innerhalb des Kopfes ein oder befindet sich in der Nähe des Körpers. Der Thetan kann in einem von vier Zuständen sein. Im ersten ist er völlig vom Körper oder von Körpern getrennt oder sogar von diesem Universum. Im zweiten Zustand ist er in der Nähe des Körpers und kontrolliert diesen wissentlich. Im dritten Zustand befindet er sich im Körper (im Kopf). Der vierte ist ein umgekehrter Zustand, bei dem er gezwungenermaßen außerhalb des Körpers ist und nicht in ihn hineingelangen kann. Bei diesen vier Zuständen gibt es Abstufungen. Aus der Sicht des Menschen ist der zweite Zustand optimal (Scientology: Die Grundlagen des Denkens, Seiten 64-65).
 
 

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